Matthias Raithel

Programme

Gentoo Linux
Gentoo Linux ist ein zu Beginn recht benutzerunfreundliches Betriebssystem, d.h die Installation ist ohne einige Linux Erfahrung nicht so einfach. Der Vorteil dabei ist, man lernt einiges über Linux im Allgemeinen. Hat man dann ein fertig konfiguriertes System wird man die Vorteile von Gentoo zu würdigen wissen. Die Installation bzw. Deinstallation von Programmen ist recht konfortabel, da man bei Gentoo einen sog. Portage Tree hat in dem für fast jede Anwendung mehrere Programme zu finden sind. Es reicht dann emerge PROGRAMMNAME einzugeben und schon wird das Programm mit allen Abhängigkeiten kompiliert und anschließend installiert.
Gentoo ist eine quellcodebasierende Distribution, d.h. dass fast alle Pakete erst kompiliert werden müssen. Das dauert bei manchen Paketen sehr lange was sicher einer der größten Nachteile dieser Vorgehensweise ist. Auf der anderen Seite ist es so möglich die einzelnen Anwendungen speziell für den eigenen Computer zu kompilieren und dadurch zu optimieren, bzw. nicht benötigte Programmteile nicht mit zu installieren.
Als Fazit kann man sagen, dass Gentoo sicher nicht für Einsteiger geeignet ist und schon eher Freunde der Konsole anspricht.
Ich selbst kam erst zu Gentoo Linux, nachdem ich verschiedene Linux bzw. BSD Distributionen ausprobiert hatte. Mittlerweile nutze ich Gentoo seit mehreren Jahren und bin im Großen und Ganzen zufrieden damit.
Kile (Latex)
Kile ist ein speziell an die Anforderungen von Latex angepasster Editor der der auf der Desktop Oberflächer KDE basiert. Ich habe im Rahmen meines Studiums viel damit gearbeitet, weil er eine recht komfortable Umgebung darstellt und mit wenigen Klicks z.B. Tabellen erstellt werden können oder Grafiken eingefügt werden können. Es können außerdem Projekte angelegt werden, die aus mehreren Dateien bestehen und so auch größere Arbeiten übersichtlich gestaltet werden. Kompiliert man dann irgendeine der Dateien im Projekt, so wird automatisch bei der Hauptdatei begonnen und so alle Pakete geladen. Außerdem ist am Rand eine Liste mit Sonderzeichen eingeblendet, wo es dann reicht ein Zeichen anzuklicken und es so in den Qulltext einzufügen. Am Anfang hat mir diese Möglichkeit sehr geholfen, später ist man natürlich durch eintippen der entsprechenden Befehle schneller.
Fluxbox (Window Manager)
Fluxbox ist ein leichter schneller Window Manager für Linux. Er ist zwar nicht so umfangreich wie KDE oder Gnome, aber ist ist sehr viel schneller. Man kann in einer Datei Tastenkombinationen angeben, mit denen Programme gestartet werden können. Man kann Vorgaben für Programme machen, auf welchem Desktop und Layer sie gestartet werden sollen.
Fluxbox ist im Gegensatz zu KDE sehr schnell, aber man muss auf etwas Komfort verzichten. Mit ein Bisschen Übung arbeitet man aber mindestens genauso effektiv wie mit KDE oder Gnome.
Kate (Editor)
Kate ist ein auf der KDE Desktop Oberfläche basierender Editor. Er ist mein absuluter Lieblingseditor. Er kann Dateien direkt von einem FTP Server öffnen, was es ennorm vereinfacht Webseiten zu pflegen. Er unterstützt eine Rechtschreibprüfung und es ist ohne großen Aufwand möglich die Zeichenkodierung zu ändern. Ein Nachteil ist, dass er relativ groß ist und deshalb auch etwas länger zum Starten braucht. Aber für Anwendungen, bei denen man nur mal schnell eine Datei editieren muss gibt es ja auch noch vim.
Openoffice
Dazu braucht man eigendlich nicht viel sagen, es ist eine Alternative zu MS Office. Darin enthalten sind ein Textverarbeitungsprogramm ("Writer"), eine Tabellenkalkulation ("Calc"), ein Präsentationsprogramm ("Impress") und eine Datenbank ("Base"). Bis auf die Datenbank sind eigendlich alle Anwendungen ausgereift und voll einsatzbereit. Bei der Datenbank muss man ein paar Abstriche machen, denn das Erstellen von Berichten ist noch nicht so wie man es sich vorstellt. Es kommt hier öfters zu Fehlern. Ich habe damit eine Mitgliederdatenbank unserer Feuerwehr erstellt, was sich aber als etwas schwierig herausstellte.
Insgesammt muss man sagen, dass dieses Office Paket recht brauchbar ist.
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